Computerkriminalität

Computerkriminalität – Cybergangster waren noch nie so aktiv wie jetzt

Computerkriminalität ist die Bezeichnung für Straftaten besonders der Wirtschaftskriminalität, bei denen der Computer als Tatmittel oder als Gegenstand der kriminellen Handlungen eine wesentliche Rolle spielt.

Mit der immer schneller fortschreitenden Entwicklung auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie bieten sich auch potentiellen Straftätern immer breitere Möglichkeiten. So stark wie in 2009 sind Verluste durch Online-Betrügereien noch nie gestiegen. Die Straftaten reichen von Computerbetrug, Computersabotage, Softwarepiraterie, über Kapitalanlagebetrug, Konkursdelikte, Korruption bis hin zu zu sexuellem Missbrauch von Kindern oder der Verbreitung von pornografischen, gewaltverherrlichenden und extremistischen Inhalten.

Vor allem dort, wo es viel zu holen gibt, treten die häufigsten Delikte auf. Wertvolle Konstruktionsunterlagen können mit dem Handy abfotografiert, Millionen von Kunden- und Mitarbeiterdaten ausgespäht und bequem auf einem USB-Stick in der Westentasche transportiert werden. 61 Prozent der betroffenen Unternehmen waren in den letzten drei Jahren Opfer von Datenraub. Häufigstes Delikt dabei ist der Diebstahl von Kunden- oder Arbeitnehmerdaten.

Ging man bisher davon aus, dass die größte Gefahr von Wirtschaftsspionen aus dem Ausland drohte, müssen die Unternehmen nun umdenken. Die größte Risikogruppe sind ehemalige Mitarbeiter oder Insider. Jedes zweite Unternehmen war von Diebstahl geschäftskritischen Know-how´s betroffen.

Da für viele Straftaten auch das Internet benutzt wird, wird auch von Internetkriminalität gesprochen. Auch hier sind nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen zunehmend betroffen. Ob die Webseite eines Unternehmens manipuliert wird, Informationen über das Unternehmen ausgespäht werden, Urheber- oder Markenrechte verletzt werden oder allein durch den massenhaften Eingang von Spam-Mails Postfächer verstopft werden, häufig lässt sich der Schaden nur schwer quantifizieren. Die Spuren sind häufig verwischt und führen meist ins Ausland. Eine Verfolgung durch die geschädigten Unternehmen selbst ist schwierig bis unmöglich und auch den Behörden sind oftmals Grenzen gesetzt.

Immer mehr Unternehmen setzten auf diskrete Problemlösungen bevor ein Skandal entsteht.

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